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Angekommen in Palmareal

Esmeraldas, 15:45. Ich bin nun seit einer Woche in Palmareal.
Sonntag vor einer Woche bin ich nachts mit dem Bus von Quito aus nach Rocafuerte an der Kueste noerdlich von Esmeraldas gefahren. Dort, in Rocafuerte - haette der Bus eigentlich an einer Oficina von dem Busunternehmen halten und dort eine Celia auf mich warten sollen. Traf aber beides nicht ein. So stand ich dann also mitten in der Nacht (4:30) mit meinem ganzen Gepaeck mitten in Rocafuerte… Naja, hab dann gezwungenermassen die naechstbesten Menschen die ich gesehen hab angesprochen. Und von der Antwort erstmal kein Wort verstanden ;) Was die Leute hier reden erinnert naemlich zu meinem Leidwesen erstmal nur aeusserst entfernt an Spanisch. Nichtsdestotrotz wurde ich dann zu besagtem Oficina gebracht, wo mir sogar ein Handy angeboten wurde, mit dem dann schliesslich alles geklaert werden konnte und ich dann auch von besagter Celia abgeholt wurde… Von dort dann mit einem Camionetta (ein zum “Bus” gemachtes Pick-Up oder LKW) ca. 20 Minuten bis nach Palmareal. 35 Familien, die uebers Land verstreut in Holzhuetten ohne fliessend Wasser wohnen.

Zunaechst - hatte ich erstmal Durchfall. Vier Tage. Schon im Bus ein mulmiges Gefuehl im Magen. Und dann ist es auch nicht allzu einfach, hier zu erklaeren, dass das Essen zwar gut ist, ich aber trotzdem jetzt nichts essen kann ;) Hab also die ersten Tage hier groesstenteils liegend verbracht. Unschoen, das schon. Am Donnerstag war dann aber alles weg. Und ich konnte wieder essen. Puh.

Im Moment wohne ich bei Ines, der Lehrerin, ca. 20 Minuten zu Fuss von der Schule.

Hauptproblem: Das Spanisch hier. Soll heissen: Ich verstehe nicht sonderlich viel. Wenn die hier untereinander reden - nichts. Aber es geht jetzt schon merklich besser als vor einer Woche, also bin ich da mal einfach optimistsch und lese weiter fleissig meine Grammatik …

Zu Palmareal: Die Huetten sind alle sehr weit auseinander, die Schule bildet das “Zentrum”. Kein fliessend Wasser. Gewaschen (Kleider und Koerper) wird im Fluss. Die Huetten sind sehr einfach - nur Holz, in ca. 1.5 Metern Hoehe ueber dem Boden der Wohnraum (darunter Abstellflaeche). Hier haelt sich fast jede Familie Tiere: Schweine, Kuehe, Huehner. Pferde sind hier Fortbewegungsmittel.
Ansonsten: Bananen. Viele Bananen. Es waechst hier auch Kakao, Papayas, Mangos (leider erst im Dezember reif), Kokosnuesse, tomates de arbes, Zitrusfruechte, Zuckerrohr.

Ach ja, das Essen: Vor allem eines - viel! Meist ein riesiger Berg Reis, dazu Kochbananen (angebraten gut, gekocht eher langweilig, schmecken ungefaehr wie Salzkartoffeln, aber fester), manchmal auch Bohnen oder Linsen, und dann eben entweder irgendwelches Meeresgetier oder etwas Fleisch, welches oft eher zaeh aber nichtsdestotrotz gut ist. Zum Fruehstueck meist das gleiche mit Ei oder Queso statt Fleisch, und zum Abendessen auch. Also 3 mal taeglich. ;)

In Palmareal gibt es sonst so ziemlich nichts (also keinen Laden oder Café oder so). Aber tolle Natur! In Rocafuerte dann schon. Weiss noch nicht genau wie oft bzw. einfach man da hinkommt, aber die Camionettas fahren schon des oefteren.

Letzten Freitag, als ich endlich wieder fit war, war gleich mal keine Schule, stattdessen sind Ines, ca. 20 Kinder und ich einige Maenner des Dorfes besuchen gegangen, die an dem Tag im Wald Holz schlagen waren. Mir wurde an der Schule prompt ein Pferd angeboten, und so bin ich das erste Mal in meinem Leben wirklich geritten! So ging es dann ca. 1 Stunde (groessenteils im Schritt) durchs Land, regelmaessig Huetten an der Strasse, und zum Schluss noch einen abenteuerlichen, steilen Fussweg hinauf, immer noch zu Pferde, bis wir dann angekommen waren. Die gefaellten Baeume wurden gleich an Ort und Stelle mit der Kettensaege in Bretter oder Balken zerteilt, welche dann an die Pferde gebunden und so zu Strasse gezogen wurden. Sehr interessant, das alles.

Samstag war ich dann in Rocafuerte, wollte eigentlich ins Internet, das Internetcafé war aber erst geschlossen, und dann hat irgendwas nicht getan. Normalerweise gibt es in Rocafuerte aber Internet - gut. Im Moment bin ich in Esmeraldas (mit dem Bus ca. 1 Stunde von Rocafuerte) bei einer Schwester von Ines.

Naja, im Moment ist es schon noch etwas einsam hier - vor allem weil wie gesagt meine Kommunikationsmoeglichkeiten etwas eingeschraenkt sind. Freundlich sind aber in Palmareal alle durchaus. Besonders auch Ines. Werde also einfach mal noch etwas abwarten.

Ach ja: Bilder kommen demnaechst. Habe im Moment leider meine Kamera nicht dabei.

Lieber Franz, mit großem

Lieber Franz, mit großem Interesse und viel Anteilnahme lese ich deinen neuesten Bericht! Puh, da hast du ja einiges erlebt. Hoffentlich geht es dir jetzt gesundheitlich wirklich gut. Inzwischen hast du bestimmt auch schon Schule erlebt? Darauf bin ich sehr neugierig, ist ja klar.
Ich hoffe, dass du dich noch gut einlebst in diesen so ganz anderen Umständen und dass es vielleicht im Lauf der Zeit doch nicht so einsam bleibt.
Ich wünsch dir das Allerbeste! Barbara

que hablas

con faltas, defectuoso….. no importe, pero habla!
Platicando con chicas y chicos es muy efectuoso; efectissimo !
Saludos cordiales como siempre !
Estoy envidioso; incluso en cuenta de la diarrea……