Ciao, Palma Real!
Wieder mehr als ein Monat seit dem letzten Eintrag!
Seit ca. zwei Wochen bin ich nun also endgültig fertig mit meinem Freiwilligendienst an der “schwarzen” Küste Ecuadors.
Die letzten 2, 3 Wochen in Palma Real waren vor allem geprägt vom frühen Winteranfang an Ecuadors Küste - zwar ohne Einfluss auf die Temperaturen, weiterhin stets um die 20 Grad oder mehr, allerdings mit grossem Einfluss auf die Niederschlagsmengen. Selbige verwandelten die Strasse von meinem Haus in Richtung Schule in eine einzige Schlammpiste, barfuss oder Gummistiefel einzige Möglichkeit, sich da durchzukämpfen. Der Fluss, der exakt zwischen meinem holden Heim und der einzigen Strasse liegt, war im Januar von dem kleinen, maximal knöchelhohen Bächlein, das ich aus den ersten drei Monaten gewohnt war, zu einem richtigen, meist brusthohen Fluss angewachsen - da das Kanu ein faustgrosses Loch am Bug hatte, war ein trockenes Überschreiten somit unmöglich. In der letzen Woche musste ich dann auch allen Ernstes zwei Mal schwimmen, um weg- bzw. wieder zurückzukommen.
Aufgrund dieser eher einschränkenden Klimabedingungen war dann auch mit Schule nicht allzuviel her - mehr als drei Mal pro Woche war nich drin. Somit waren diese letzten Wochen teils, naja, etwas öde.
Zum Abschluss dann, am 2. Februar, gabs dann noch ein schönes Schuljahrsabschlussfestle in der Schule, mit Keksen, Bonbons, viel Musik und einigen Abschiedsworten meinerseits. Gelungener Abschied insgesamt also!
Am Tag drauf gings dann nach Rocafuerte, Karneval war angesagt - eine durchfeierte und vor allem nasse Nacht (der offensichtlichste Karnevalsbrauch in Ecuador ist es, jedwedige bekannte und auch fremde Passanten auf jedwedige Art mit Wasser oder Seifenschaum zu bespritzen, bewerfen, übergiessen) als Abschied von den muchachos aus Rocafuerte.
Daraufhin ab nach Quito, wo ich mich im Moment immer noch herumtreibe. Ich wohne derzeit in einer WG von fünf anderen Deutschen, die hier im Norden von Quito ihren Zivi machen. Richtig mondänes Grossstadt-WG-Leben also - mit viel freier Zeit, mal wieder richtigen deutschen Gesprächen, einigen Disco-Abenden, zusammen bei irgendwelchen Filmen im Wohnzimmer abhängen etc. Ich geniesse es im Moment durchaus.
Dazu kommt dann noch eine stets wechselnde Anzahl an anderen Couchsurfern, im Moment zwei Französinnen, eine US-Amerikanerin, ein Grieche, eine Rumänin, eine Deutsche und ich.
In einigen Tagen werde ich dann zunächst in Richtung Norden nach Intag aufbrechen, eine Region ca. 4 Stunden per Bus von Quito, wo ich die Deutschen, mit denen ich schon über Neujahr unterwegs war, besuchen gehe. Selbige arbeiten dort in einem Umwelt- und Ökotourismusprojekt - in Intag wollen momentan mehrere internationale mineria-Konzerne Kupfer abbauen, mit wohl katastrophalen Folgen für die nach allen Erzählungen aussergewöhnlich schöne und unberührte Natur in Intag. Die erwähnten Projekte wollen nun genau dies verhindern und auch den Menschen vor Ort beispielsweise über kommunitären “Ökotourismus” alternative Einkommensquellen schaffen. Durchaus interessant also. Nun ja - wie lange ich dann dort bleiben werde, liegt noch im Ungewissen. Vielleicht bleibt es bei einem Besuch, vielleicht werde ich auch noch etwas arbeiten. Beizeiten mehr.










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