unbiskant.org

Schule mal anders.

Rio Verde, 15:48. Sitze grade in einem Buero der Kommunalverwaltung von Rio Verde, da Ines hier was erledigen muss und es hier Internet gibt, was mir freundlicherweise angeboten wurde.

Zur Schule in Palmareal: In Ecuador betraegt die Pflichtschulzeit 7 Jahre. Und somit sind in der Schule von Palmareal eben Kinder von 6 bis 13 Jahren - alle in einem Klassenzimmer, mit einer Lehrerin -, insgesamt ca. 20 bis 25. Montag bis Freitag, Anfang eigentlicht um 8, tatsaechlich zwischen halb 9 und 9 (da kommen die Kinder dann so nach und nach an), bis um 13:00.
So sind dann eben 7 “Klassen” in einem Raum. Da sollen die einen Matheaufgaben machen, den anderen werden danach die Buchstaben des Alphabets beigebracht etc.
Das ganze ist, im Vergleich zu Deutschland, sehr langsam. Was vor allem daran liegt, dass die Kinder oft einfach mal eine Stunde fast nichts machen.
Ich habe die letzten Tage hier bei Mathe hier und da ausgeholfen (das geht am ehesten mit meinen Spanischkenntnissen). Teilweise deprimierend ;)

Die Sechstklaessler (4 Jungs) z.B. machen grade Primfaktorzerlegung. Das heisst dann, dass es morgens ne kleine Erklaerung und ne Aufgabe gibt (z.B. Primfaktorzerlegung von 65 etc.) - und das geht dann erstmal 1, 2 Stunden mit der Aufgabe … unter anderem weil 3 von den Vieren ca. 30 Sekunden brauchen um mir zu sagen was cuatro por cinco ist, aber auch weil dann eben zwischendrin mal ne halbe Stunde gar nix laeuft. Dann vielleicht noch ne 2. oder 3. Aufgabe, und dann ist der Schultag auch schon zu Ende.
Oder: Ein vielleicht 10-jaehriger Junge, der seinem Mathebuch zu Folge grade schriftliches Addieren im Zahlenraum bis 10 000 machen soll - mit der Aufgabe total ueberfordert, also helfe ich ihm, Schritt fuer Schritt eben, Bueno. Esto son mil. Esto son mil tambien. Cuando tengo? - Antwort: Tres cientos? oder (12) Que es esto numero? - Veintiuno. - No, son doce. Veintiuno es este (21). Bien. Que es este? (14) - Veintiuno. - Noooo... Und diesem Jungen soll ich also schriftliches Addieren im Zahlenraum bis 10 000 erklaeren. ;)

Die Kinder - manche sehr schuechtern, manche aufgeweckt. Zu letzeren gehoert z.B. Fernando, der einzige der die Primfaktorzerlegung annaehrend verstanden hat. Bei ihm hab ich das Gefuehl, dass auch wirklich etwas ankommt wenn ich etwas sage und der z.B. auch was sagt wenn er mich nicht verstanden hat oder wenn ich grammatischen Abfall produziert habe ;)
Die meisten anderen sind zunaechst erstmal eher schuechtern, aber dann, wenn man sie mal anspricht, auch durchaus aufmerksam oder interessiert. Ausserhalb der Schule sind die meisten deutlich aufgweckter und lebhafter. 3 Kinder einer Familie, die in der Naehe von Ines (und somit mir im Moment) wohnen, kommen z.B. oefters nachmittags vorbei um mit den Tieren zu helfen oder Wasser zu holen, und da sind sie dann auch witzig, albern rum etc.

Muss nun los, bald mehr!

Seufz

Fernweh……….

Saludos von gar nicht so weit weg!

Franz, mensch das klingt ja alles sehr aufregend. Und so ganz anders, als was ich so erlebe. Ich hatte auch diarrea, hier Moctezumas Rache genannt hehe und mit dem Spanisch gings mir am Anfang genauso, und ich hab ja ein bissl mehr Vorkenntnisse, also: no te preocupes!

Die Zeit vergeht wie im Flug, mir bleibt nur noch ein Monat und ein paar zerquetschte.. viel zu wenig Zeit um dieses riesige Land richtig kennenzulernen. Zu meinem Bedauern muss ich meinen “Feldzug”, wie ihr es ausdrueckt ;-), wohl oder uebel auf ein Gebiet beschraenken. Nichtsdestotrotz bin ich schon nach Jalisco, Guadalajara (am Pazifik, Tequila und Mariachiland..), nach Mexico City, Tenochtitlan und Teotihuacan (Pyramiden der Teotihuacanos (~Azteken)) gekommen. Fuer die”Riviera de los mayas”, dh. Yucatan, Palenque und Tabasco, wirds wohl nicht mehr reichen (geldmaessig und zeittechnisch gesehen). (Obwohl hier alles spottbillig ist, im vergleich zu Teutschland, stimmts?!)
Im Gegensatz zu dir bin ich wohl das, was man Tourist nennt, vom wirklichen Mexico, der Armut der indios und campesinos krieg ich nicht viel mit, was hauptsaechlich an der Familie liegt, bei der ich wohne. Zugehoerig zur clase alta lassen sie mich gar nicht erst in die Naehe von aermeren Vierteln; waere fuer mich als weibliches Wesen, fuer mexikanische Verhaeltnisse blond, auch wirklich gefaehrlich. Kriegst du was mit von Drogen? Das ist hier wirklich allgegenwaertig, “narcos”, die Drogendealer mit ihren Scheinbusiness, gibts an jeder Ecke und sind allgemein bekannt.

Also, weiterhin alle Gute!
Und natuerlich ganz liebe Gruesse :-)
Que te vaya bien!
Clara

Genossen,

Genossen,
meinen herzlichsten Dank fuer die lang ersehnte Post aus der fernen Heimat.
Seid euch meiner besten Wuensche stets versichert.
Die Lage der teutschen Kompanie am Aequator ist weiterhin im gruenen Bereich - ich kann Erfolgreiches berichten von meinen Mitgenossen, welchselbige am gestrigen Tage mit mir zu einer Lagebesprechung hier in Otavalo im andinen Hochland zusammentrafen. Auch der Besuch der Gesandten des Generalstabs aus der Heimat wird durchwegs positiv verbucht.
Bezueglich meiner eigenen Mission ist die exacte Zielsetzung und operative Durchfuehrung ebenselbiger weiterhin nicht endgueltig geklaert, allerdings konnten durch die Beteiligung lokaler operativer Kraefte an erwaehnter Lagebesprechung einige der offenen Fragestellungen geklaert werden. Auch wenn eine Verlegung in hoehere Gefilde in Hauptstadtnaehe sich im Bereich des Erdenklichen befindet ist sie bei positivem Verlauf in den folgenden Wochen doch weitgehend unwahrscheinlich. Groesstes Manko bleibt die geringe Truppenstaerke in meinem Einsatzgebiet, die bis auf weiteres auf meine Wenigkeit beschraenkt ist. So werde ich verstaerkt auf Kraefte der ortsansaessigen Genossen zurueckgreifen, um die Mission zum gewuenschten Erfolge zu fuehren, was mit dank eurer besten Wuensche allerdings sicherlich gelingen wird.
Sodenn - moegen euch wie mir Mars, Ziu und Ares sowohl die gebuendelten schamanischen Kraefte in eurem Kampfe beistehen!
Gez. Don F.

finally

oh man, ich hatte den blogg von anfang an drin und nie stand was drin. ich weiss ned welche seite ich offen hatte :> nun hab ichs als tab mal gelöscht und neu reingehauen nun seh ich tausend news :P

giev more pix :)

5 x 13 = 65

me gustaría mas 2 x 2 x 5. Son 20; mas o menos los alumnos. No se puede conocer cifras con poco dinero, poca gente, poco de todos.
Se puede construir materiales/juguetes como Maria Montessori.
La prisa que tienen los jovenes alemanes es la prisa de una sociedad loca. Especialmente en quenta de la pedagogía…….
Uno de los mas famosos cientificos pedagogicos para escuelas alemanas, Hartmut von Hentig, prefiere escuelas muy pequeñas (escuelas enanas) como este tu has describido. Todavía conoces Rebecca Wild, trabajando en Ecuador?
Conocimientos no se puede dar como comida. Ya sabes.
En fin ningun sabes Quien es el disminuido, quien es el sabío…..

Yo tampoco Saludos cordiales

Heeresbericht Süd

Hochwohlgeborene Mitmonarchen, ich kann Erfreuliches aus dem Königreiche des sonnigen Südens berichten. Die Stimmung in der Truppe ist hervorragend, allerdings muss ihro Gnaden der König ähnliche Probleme bewältigen wie Lord Frandotschek. Die Infanterie gibt sich großteils begriffsstutzig und weigert sich zusehends sich von ihrem König die vitale Wichtigkeit der Altersringe im Baumquerschnitt erklären zu lassen. Dennoch arbeitet die Werkstatt effizient, auch die Versorgungs und Ernährungslage stimmt optimistisch. Der Erbfeind konnte durch vehemente Gegenangriffe des 2. Rollstuhlregiments in den Großraum Paris zurückgeworfen werden, die Laufwagenschwadron 22 brach gar durch die schwächlichen Linien des antimonarichistischen Papistenpacks und fügte der Feindmoral durch das Beschmieren des Eiffelturms mit lauwarmer Bratensoße einen empfindlichen Schlag zu. Die Wetterlage verschlechtert sich zusehends, heute morgen musste zur Verwirrung des Offzierskaders Schneefall festgestellt werden.

Das schändliche Nikotin-Diktat gibt dem Generalstab sehr zu denken, da es Ihrer Majestät dem König unzumutbare Unannehmlichkeiten bereitet, sollte ER seine wochenendliche Unterhaltungszigarette konsumieren wollen. Das Aufklärungsmaterial des Lord F. ist überaus aufschlussreich und lässt ein wahrhaft abenteuerliches Ringen vermuten.

Gesamtstrategisch ist die Sachlage durchaus nicht aussichtslos, allerdings müssen die Feindkräfte in Stoßrichtung der Achse Moskau - Hinterbückheim unter fortwährenden Beschuss genommen werden. Ausserdem sind die wirtschaftlich unabdingbaren Koka- und Ganjaplantagen in Südamerika im Handstreich zu nehmen.

Gez. Der König

PS: Der Sekretär weigert sich weiterhin Sekret abzusondern - unakzeptabel.

Mein geehrter Freund und

Mein geehrter Freund und Mitstreiter ich bringe auch unheile Nachricht aus dem dunklen Norden. Nicht nur um das Heimatland ist schlecht bestellt. Hier wird gemunkelt dass die hinterhältigen Schweden Hunde mit dem Zaren paktieren um so gemeinsam Norwegen zu nehmen. Falls dies geschiet hätten sie freies Feld nach England hin und könnten unserem Verbündeten in den Rücken fallen. Das Königreich Dänemark wird ebenso den Reizen der bösen Hure erliegen. Dann ist uns nur noch der Süden frei. Unsere Zukunft, mit den Italienern als letzte Hoffnung, sieht wahrlich düster aus. Aber noch gibt es Hoffnung. Jeder Fjord wird bis auf äußerste verteidigt werden. Meine Männer sind behindert aber wenige. Dafür kämpfen sie schlecht.
Schickt die Südamerikaner zu Hilfe!

Die lage nach der gewaltsamen Erhebung

Na schein ja ziemlich stressig zu sein bei dir;) Hier ists auch nicht grad besser, die Habsburger haben versucht durch eine gewaltsame Revolution erneut eine konstitutionelle Monarchie zu etablieren. Aufgrund der ebenfalls sehr starken antimonarchistischen Kräfte sind sie an ihrem Vorhaben gescheitert, sodass wir uns nun in einem blutigen Bruderkrieg befinden. Dies hat unsere allseits verhassten Erzfeinde, die Franzosen; auf den Plan gerufen, welche zu schändlich sind uns in einem ehrvollen Krieg gegenüberzutreten und uns stattdessen in der größten Stunde der Not feige attackiert. Zu unserem übel schmiedeten sie eine wahrlich unheilige Allianz mit dem Zaren, wodurch wir uns nun in der Zange sehen. Ich eilte unverzüglich zur Westfront um den Ansturm der räudigen Froschfresser abzuwehren. Noch halten wir die Gebiete diesseits des Rheins, nur wie lange wir noch standhalten können wage ich nicht zu vermuten. Ein Lichtblick ist England, welches es sich nicht nehmen lässt seinem allzeitlichen Rivalen die Stirn zu bieten. Die Unterstützung von der See ist wahrlich ein Hoffnungsschimmer zu dieser dunklen Stunde. Von meinen Männer sind schon 14 ihrem Schöpfer entgegengetreten, alles tapfere Kämpfer, 27 sind mir noch geblieben, wir werden unsere Kameraden rächen, so war uns Gott helfe…